Zahl der Woche

Datenberge

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Für die nächste Generation der Konsumentinnen ist der Schaufensterbummel kaum noch Thema (auch wenn sie weiter konsumieren will), Bargeld ist von gestern und Läden nur dann interessant, wenn die (Retail-)Marke Verfügbarkeit von emotional und pragmatisch passenden Produkten sicherstellen kann. 

Online-Nutzer im Alter von 14-29 Jahren scheinen weit häufiger Kundinnen Second-Hand-Plattformen zu nutzen als ältere Jahrgänge. Ob sie tatsächlich überzeugte „reduce – reuse – recycle“-Anhänger sind oder einfach nur stärker auf ihr Budget achten, weil das Einkommen noch überschaubar ist, lässt sich nicht sagen. Soviel aber schon: Fast jeder Zweite im Alter von 14-29 Jahren würde in ausländischen Shops einzukaufen, wenn diese günstiger sind.

Viel Investoren-Geld ist in der Pandemie in Lebensmittel-Expresslieferungen geflossen. Tatsächlich hat sich innerhalb nur eines Jahres bei der jüngsten Käufergeneration die Zahl derjenigen, die solche Dienste regelmäßig nutzen, fast verdoppelt.

Warum eigentlich kaufen junge Leute online ein? Wie in der letzten Woche gezeigt, bedeutet für jede Zweite Onlinekäuferin zwischen 14 und 29 Jahren der Kauf auf Distanz ein Stück Lebensqualität. Aber...

Für zwei von drei Deutsche bedeutet die Möglichkeit, im Internet Waren und Dienstleistungen zu bestellen, ein elementares Stück Lebensqualität - mindestens. Der Wert ist nach dem Ende der Corona-Pandemie und trotz (oder wegen?) geringerer Kaufkraft in der Ukraine-Krise sogar noch gestiegen.

Corona hat das Wachstum im E-Commerce geradezu entfesselt. Einzelne Kategorien haben sich aus dem über lange Zeit sehr gleichmäßigen Wachstum befreit. „E-Commerce unchained“ haben wir das genannt. Und dann kam der Krieg in der Ukraine...

Vom deutschen „Krisencocktail“ hat die F.A.Z. in dieser Woche geschrieben – und die Konsumentinnen zeigen sich „bärig“. Auch wenn einige Auguren von einer sich aufhellenden Konsumlaune sprechen, so sind die Signale der Onlinekundinnen im zweiten Quartal so schwach wie lange nicht. 

Jugendliche, so liest man immer wieder, würden durch „Buy now pay later“-Angebote (kurz BNPL) in die Schuldenfalle gedrängt. Dabei umfasst BNPL vor allem die Ratenzahlung bei Kleinbeträgen unter 200 Euro, die keiner strengen Bonitätsprüfung unterliegt. Was steckt hinter dem Mythos?

Medikamente stehen heute angesichts von Lieferschwierigkeiten für eine problematische gesundheitliche Grundversorgung. Gerade hier könnte der E-Commerce einen wertvollen Beitrag leisten – und tut es auch, wie man an dem starken Onlinewachstum von Arzneien der vergangenen Jahre erkennen kann. Wie schwer sich die Politik und Gesellschaft bei E-Health noch immer tun, erkennt man am eRezept, das diese Woche per Gesetz in den Markt gepflanzten wurde. 

Es TikTokt gewaltig im E-Commerce. Im laufenden Jahr will die Plattform den Umsatz mit Waren, die über die Plattform gehandelt werden, auf bis zu 20 Milliarden Dollar vervierfachen, berichtet