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Warum eigentlich kaufen junge Leute online ein? Wie in der letzten Woche gezeigt, bedeutet für jede Zweite Onlinekäuferin zwischen 14 und 29 Jahren der Kauf auf Distanz ein Stück Lebensqualität. Aber...

Für zwei von drei Deutsche bedeutet die Möglichkeit, im Internet Waren und Dienstleistungen zu bestellen, ein elementares Stück Lebensqualität - mindestens. Der Wert ist nach dem Ende der Corona-Pandemie und trotz (oder wegen?) geringerer Kaufkraft in der Ukraine-Krise sogar noch gestiegen.

Corona hat das Wachstum im E-Commerce geradezu entfesselt. Einzelne Kategorien haben sich aus dem über lange Zeit sehr gleichmäßigen Wachstum befreit. „E-Commerce unchained“ haben wir das genannt. Und dann kam der Krieg in der Ukraine...

Vom deutschen „Krisencocktail“ hat die F.A.Z. in dieser Woche geschrieben – und die Konsumentinnen zeigen sich „bärig“. Auch wenn einige Auguren von einer sich aufhellenden Konsumlaune sprechen, so sind die Signale der Onlinekundinnen im zweiten Quartal so schwach wie lange nicht. 

Jugendliche, so liest man immer wieder, würden durch „Buy now pay later“-Angebote (kurz BNPL) in die Schuldenfalle gedrängt. Dabei umfasst BNPL vor allem die Ratenzahlung bei Kleinbeträgen unter 200 Euro, die keiner strengen Bonitätsprüfung unterliegt. Was steckt hinter dem Mythos?

Medikamente stehen heute angesichts von Lieferschwierigkeiten für eine problematische gesundheitliche Grundversorgung. Gerade hier könnte der E-Commerce einen wertvollen Beitrag leisten – und tut es auch, wie man an dem starken Onlinewachstum von Arzneien der vergangenen Jahre erkennen kann. Wie schwer sich die Politik und Gesellschaft bei E-Health noch immer tun, erkennt man am eRezept, das diese Woche per Gesetz in den Markt gepflanzten wurde. 

Es TikTokt gewaltig im E-Commerce. Im laufenden Jahr will die Plattform den Umsatz mit Waren, die über die Plattform gehandelt werden, auf bis zu 20 Milliarden Dollar vervierfachen, berichtet

Der Anteil der mobilen Bestellungen im Onlinehandel erhöht sich Jahr für Jahr – so weit, so bekannt. Überraschend ist hingegen, dass das Geschlecht einen nicht unerheblichen Anteil an der Wahl des Bestellmediums hat. Während 2017 jeweils nur jede vierte Frau oder jeder vierte Mann mobil geshoppt hat, kommt inzwischen mehr als jede zweite Bestellung der Damen, aber nur gut jede dritte der Herren von smarten Endgeräten.

23.05.2023

Der Onlinehandel in Ost und West wächst unter sehr unterschiedlichen Bedingungen. Schauen wir uns an, woran das liegen kann. Heute: Der Faktor Fachkräfte. 44,7 Prozent der ostdeutschen Onlinehändler ist an einem Ort mit (überdurchschnittlich) schrumpfender Bevölkerung angesiedelt. Das begrenzt das Angebot verfügbarer Fachkräfte erheblich.

Vernetzung mit gleichgesinnten Unternehmen, der Wirtschaftsförderung und Politik spielen eine große Rolle für Händler. Wie gut sie gelingt, ist in Deutschland allerdings sehr unterschiedlich. Wir haben Händler (227 ≤ n ≤ 321) gebeten, ihren regionalen Vernetzungschancen Schulnoten zu geben (1 = sehr gut, 6 = sehr schlecht).