Positionspapier zu Regelungen der geplanten Apothekenreform
Im Dezember 2025 hat die Bundesregierung den „Entwurf eines Gesetzes zur Weiterentwicklung der Apothekenversorgung“ (ApoVWG) gebilligt und parallel eine „Verordnung zur Änderung der Apothekenbetriebsordnung und weiterer Verordnungen“ vorgelegt. Das vorliegende Reformpaket birgt erhebliche Probleme für den Versandhandel von Medikamenten. Sie ergeben sich aus dem neu vorgesehenen § 9a der Arzneimittelhandelsverordnung (AM-HandelsV-E) sowie der korrespondierenden Vorschrift des § 35b der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO-E). Sie würden die flächendeckende Arzneimittelversorgung und damit das grundgesetzlich vorgegebene Ziel der Gleichwertigkeit der Lebensverhältnisse in Deutschland beeinträchtigen und Innovationen sowie die Digitalisierung der Arzneimittelversorgung bremsen. Schließlich ist davon auszugehen, dass sie ohne sachlich gerechtfertigten Anlass erhebliche zusätzliche Bürokratielasten verursachen.